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Brauchtum erhalten - Gemeinschaft pflegen - Neues gestalten

Spießbuch
Wer Kariere machen will, sollte als aktives Mitglied der St. Antonius Männerschützenbruderschaft beitreten, wie sich am Beispiel von unserem neuem Mitglied Tim Kessel zeigt. Zum Junggesellenschützenfest noch als Zivilist unterwegs, waren innerhalb von wenigen Wochen die Stationen aktives Mitglied werden, Auftritt als Grüner und ehe man sich versah (General)Stabsarzt abgearbeitet. Allzeit bereit – so wünscht man sich Schützenbrüder.


Apropos Generalstabsarzt… den wohl einzigen dieser Art stellt unsere Bruderschaft. Ja und warum auch nicht? Überall wird von Recycling gesprochen – bei uns wird das aktiv praktiziert. Warum soll man auch nicht als Stabsarzt die Epaulette m. Tresse & Bouillonfransen vom General tragen? Mit einem bisschen handwerklichem Geschick, das man Bernd Knott sicher nicht absprechen kann und einem Äskulapstab ist daraus schnell ein schickes Schulterstück gemacht.
Der von Loriot geprägte Satz „Früher war mehr Lametta“ Kann auf unseren Stabsarzt nicht angewendet werden. Noch nicht entschieden ist die Frage ob die St. Antonius den Titel „Generalstabsarzt“ nun dauerhaft vergeben, ihn nur Bernd Knott erlauben, da nach all den Posten die er schon inne hatte ihm ein „effer“ Stabsarzt nicht zuzumuten ist oder ob er vor das Schützenkriegsgericht kommt und sich dort wegen Amtsanmaßung verantworten muss, denn immerhin selbst ernannt bleibt selbst ernannt.
Noch dazu ohne die bei Beförderung anstehende Runde… also ich weiß „et auch nich“?


Neu im Amt als Fähnrich der St. Antonius ist Marcus Schmidt.
Anfangs zwar noch etwas unsicher, aber mit Hilfe und einigen guten Tipps vom Ehrenbrudermeister Johannes Ingendae, wird inzwischen das Fahnenprotokoll bei den Heimspielen in der eigenen Kirche routiniert abgearbeitet. So trainiert ging es dann zum ersten Auswärtsspiel nach Kempen, wo das Bezirkskönigsfest gefeiert wurde. Und plötzlich war alles anders…
Helm ab zum Gebet – machen wir doch sonst auch nicht?
Wie soll man sich verhalten, das Fahnenprotokoll sieht „Helm ab“ ausdrücklich nicht vor, aber das scheinen andere Bruderschaften irgendwie anders zu handhaben. Wir haben uns spontan für einen Kompromiss entschieden.
Ein Fahnenadjutant ohne Hut einer mit Hut auf dem Kopf, der Fähnrich ging soweit es möglich war hinter seiner Fahne in Deckung, da man natürlich, wenn es peinlich wird ganz vorne stehet. Ansonst würde es ja auch nicht jeder gleich mitbekommt, wenn etwas sch… läuft.
Das absenken der Fahne – ja klar weiß man das, aber ohne Klingelzeichen kann man da schon überrascht werden, wenn man dazu auch noch nicht aufgepasst hat. Ob das jemandem aufgefallen ist bei den ganzen Fahnen?
Nunja, zumindest Theo Bruckes hatte zum Glück aufgepasst und nach der Messe entsprechende Bemerkungen parat, die bis auf den Fähnrich alle lustig fanden.

Ja und dann war da noch die Sache die man am besten mit
Wilhelm Busch aus Max und Moritz beschreibt: „Wehe, wehe, wehe – wenn ich auf das Ende sehe…“.

Ja wer geht denn eigentlich zuerst und vor allem wann? Normalerweise der Major, dann die Fahne.
Aber so ganz auf sich alleine gestellt – es war kein Major da - ist diese Entscheidung schwierig.
Aber, was geht das den Fähnrich der Män an, als erstes läuft die Bezirksstandarte – also ganz locker bleiben… ja es sei denn, die Standartenabordnung hat sich hinter dem Altar quasi festgefahren und kommt nicht weg, dann geht das wie im Straßenverkehr, man verständigt sich und ja – die Fahne der Männ stand noch immer ganz vorne. Das Lied nach dem „gehet hin in Frieden“ ging ein wenig unter, weil alle Fahnenabordnungen dem nun völlig überforderten Fähnrich der Män auf seinem Weg nach draussen folgten.

Gott sei dank, war die Messe kurz nachdem unsere Fahne schon draußen war dann irgendwann auch aus… Es galt noch kurz den Hohn und Spott zu ertragen und dann traten alle außer dem Fähnrich gut gelaunt den Weg zum Kolpinghaus an. Junge, Junge, Junge – da arbeiten wir aber noch mal dran!

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