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Brauchtum erhalten - Gemeinschaft pflegen - Neues gestalten

... nun steh doch bitte auf!
Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten in den Voescher Junggesellen, da stellte so ein Sonntägliches Wecken durch den Spieß kein größeres Problem dar, denn das ging folgendermaßen:

Nachdem man den ganzen Tag zuvor auf den Beinen oder besser auf dem Pferd unterwegs war – und ja, es gibt Alkohol unterwegs – ging man halt abends ins Zelt, blieb bis zum Schluss, meißt so gegen 4.00 Uhr und von dort aus erstmal zu einem Schützenbruder zum sogenannten „Eierbraten“. Von dort machte man sich dann auf den Heimweg, denn Kranzniederlegung findet in Uniform und nicht im Maienkittel statt! Kurz frisch gemacht, wartete man dann halt auf den Spieß und das Trommlercorps der FW Feuerwehr Stenden, von denen nicht wenige die Nacht ebenso verbracht hatten. Mojen Spieß, man du siehst aber scheiße aus – ja glaube ich, du aber auch… biste denn ketzt wach jo! Jut! Schon nen Schnaps gehabt? Wie einen? Na dann komm, einer muss aber noch – ja gut wenn es muss dann prost… und dann ging es eben weiter im Programm. Manchmal frag ich mich wie wir das eigentlich überstanden haben?! OK für meine Mutter sah das Programm damals anders aus, denn es war nicht die Aufgabe des Sprösslings dafür zu sorgen, dass alles parat war – mitnichten! Für Mutti war Schützenfest immer wieder eine Herausforderung und daher möchte ich es auch nicht versäumen hier den geplagten Ehefrauen, Freundinnen und Müttern einmal Danke zu sagen. Glaubt ja nicht, dass es wo anders besser ist, da sind wir alle gleich!

soncHeute sieht so ein Sonntag anders aus, denn er beginnt für viele schon am Samstag um 22.00 Uhr, wenn man anfängt sich zu verabschieden – hier und da gibt es mal Protest, aber auch diese Schützenbrüder bleiben nicht viel länger. Zuhause freilich ist alles wie gewohnt: „Wo ist meine Krawatte, hast du meine Handschuhe gesehen, geh mal an die Tür, ich glaub der Spieß hat geklingelt…
Ich wunder mich auch nicht darüber, dass unser Spieß Peter Lennartz wie aus dem Ei gepellt und frisch rasiert bei bester Stimmung vor der Tür steht, das ist also tatsächlich machbar… der macht sogar ordentlich Meldung – so kannte ich das bisher gar nicht und ich hatte nicht mal Kopfschmerzen!
Soweit so gut, auf zum Antreten in der Gaststätte Heisters, ein, zwei Bier gehen immer auch heute noch, Fahne ausspielen und in schönstem Gleichschritt Marschierte man zu Kriegerehrenmal um einen Kranz für die gefallenen und vermissten Soldaten der beiden Weltkriege niederzulegen. Brudermeister Bernd Knott ermahnte alle, durch ihr Handeln und den Umgang miteinander Verantwortung dafür zu tragen, dass es nie wieder zu solch einem sinnlosen Sterben kommt, wie im letzten Jahrhundert. Nach stillem Gedenken machte sich der Tross auf den Weg zum Bürgerhaus, wo es die nächste Neuerung gab,

Das Schützenfrühstück.
SonaDafür, dass wir so ein Frühstück noch nie gemacht haben ist es echt gut gelaufen – nahezu ausverkauft und Lob von den Teilnehmern, was will man mehr? Der nächste Festausschuss wird sich Gedanken machen müssen, wie er das hinbekommt, denn es werden sicher mehr Teilnehmer kommen als Platz im Bürgerhaus vorhanden ist.
Eine tolle Idee hatte das Königshaus, als es spontan in voller Montur nach Kempen zum Krankenhaus gefahren ist. Dort haderte unser 2. Vorsitzende Thomas Hoekstra mit seinem Schicksal, sich wie berichtet, tags zuvor bei einem Sturz verletzt zu haben. Sehr überrascht und auch ein bisschen gerührt, nahm er die genesungswünsche der gesamten Bruderschaft, vom Königshaus in Persona überbracht, entgegen.

SonbGut gestärkt ging es nun zur Messe, die im Sinn der Ökumene zusammen von Pfarrer Markus Rönchen (evangelisch) und
Propst Dr. Thomas Eicker (katholisch) gehalten wurde. Musikalisch sehr schön begleitete wurde dieser Programmpunkt durch den Musikverein St. Hubert.


Mit einem weiteren Novum wartete „Die Män“ während des Frühschoppen auf. Normalerweise werden die Ehrungen an verdiente Schützen anlässlich unseres Patronatsfest im Januar verliehen. Diesmal wurde anlässlich des Schützenfest darauf verzichtet um einen noch schöneren Rahmen zu haben.

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Ausgezeichnet wurden:
Wilhelm Bergerfurth (Hoher Bruderschaftsorden)
Dieter Buwalda (Ehrenmitglied)
Thomas Hoekstra (Ehrenkreuz des Sport)
Johannes Ingendae (Jubelorden 60 Jahre)
Martin Ingendae (Jubelorden 25 Jahre)
Bernd Knott (Generalstabsarzt Ehrenhalber)
Hans Landwehrs (Jubelorden 60 Jahre)
Karl-Heinz Reinfelders (Silbernes Verdienstkreuz)
Franz-Josef Spanier (St. Sebastianus Ehrenkreuz)

Die Ehrungen wurden übergeben durch den Bezirksbundesmeister Uli Loyen und unseren Brudermeister Bernd Knott, der kurzfristig und daher unvorbereitet in die Pflicht genommen wurde, da unser 2.Vorsitzender Thomas Hökstra, der diese Ehrenvolle Aufgabe übernommen hatte, ja leider „im Feld“ zurückgelassen werden musste.
Besonders Hervorgehoben werden muss natürlich unser erstes Ehrenmitglied Hans-Dieter Buwalda, der sich nun schon seit Jahrzehnten für den Verein engagiert. Hans-Dieter war über 30 Jahre im Vorstand, ist Mitbegründer des Karnevalsorganisationsteams, früher „Team Frohsinn“ und dort bis heute noch aktiv. Darüber hinaus Mitglied im Organisationsteam Silvester, Maifreunde, Mannschaftsführer der 5. Schießmannschaft und für jeden als Ansprechpartner da, der seine Hilfe benötigt oder nach Rat sucht. Auch an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für so viele Stunden Schützendienst.

Königsgalaball oder die schöne und der DJ

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Pünktlich um 20:00 Uhr am Abend, ließ der Major Peter Engbarth die Offiziere antreten, denn vor dem Zelt wartete der General mit einer strahlenden Königin Manuela und unserem stolzen König Toni I. Schäfer. Die Schützenbruderschaften aus dem ganzen Bezirk waren gekommen, um mit den beiden – aber auch unserer Bruderschaft - gemeinsam diesen Prunkabend zu feiern. Als dann die Coverband Nightbirds zum Königstanz aufspielte, wurde es im Zelt richtig eng.

Auch bei den nicht enden wollenden Gratulanten und Gästen von nah und fern bedanken wir uns recht Herzlich.

Ihr habt den Abend unvergesslich gemacht!

Förderer

Hoeckstra

 
hansen
 
hetges
 
Feldt