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Brauchtum erhalten - Gemeinschaft pflegen - Neues gestalten

... um 180 Grad mit 10 nackten Friseusen
fraDer Dorfabend ist der Abend an dem alles „etwas“ lockerer genommen wir und der Spaß absolut im Vordergrund steht. Da kann es durchaus sein, dass mal einer in roten Socken erscheint oder die Befehle einfach nicht mehr richtig ankommen. Aber es ist auch der Abend, an dem unsere Offiziersdamen etwas aufführen. Die Liedauswahl für unser Königspaar ergab sich von alleine – es konnte nur 10 Nackte Friseusen und Sie liebt den DJ sein. Nur damit keine Missverständnisse aufkommen, wir sind Schützen, da geht es streng nach Glaube !SITTE! und Heimat. Aber es gibt auch entsprechend bedruckte Verkleidungen – wir sind ja deswegen nicht vom Weltlichen ab, wie man so schön sagt. Einstudiert wurde dieser „special act“ von Nicole Heenen, die auch noch selber einspringen musste, weil eine Offiziersdame ausgefallen war.


frbEbenfalls traditionell ist das sogenannte „Königstisch räubern“, dass auch an diesem Abend stattfand und unter dem nicht zuletzt auch Spieß Lennartz von den grünen zur Rechenschaft gezogen wird, während man sich "rechtswidrig" über den Wein des Königshauses hermacht. Dieser nahm es – wie könnte es auch anders sein - gelassen und mit Humor hin. Was bleibt ihm über, angesichts des angerichteten Schadens. Aber der Deckel kommt ja auch erst nach dem Schützenfest.

Zuvor allerdings, wurde es noch einmal ernst, denn um 22.00 Uhr sollte es einen Zapfenstreich geben. Dieser war heiß diskutiert worden und es gab viele Meinungen, wenige waren positiv. Es ging nie um die Sache an sich und jeder wollte nur das Beste für den Verein, aber Erfahrungen gesammelt hatten wir damit alle noch nicht, denn auch der Zapfenstreich wurde erstmalig durchgeführt. „Damit beendet ihr das Fest, danach gehen alle nach Hause“, „Wie soll das gut gehen, es haben alle Alkohol getrunken“, „Ihr macht die fröhlich Stimmung vom Dorfabend kaputt“ um nur ein paar der Argumente zu nennen.
Brudermeister Bernd Knott, auf dessen Initiative der Zapfenstreich zurückzuführen ist, ließ sich davon nicht beirren. Im Nachhinein muss man sagen Gott sei Dank! Der Zapfenstreich war ein echtes Erlebnis für Zuschauer und Teilnehmer. Die abziehenden Menschenmassen blieben ebenfalls aus und der Stimmung hat es keinen Abbruch getan. Wir haben uns selber ein wenig in Zeitnot gebracht, so dass das Königstisch räubern erst später stattfand, wo eigentlich schon die Fahne ausgespielt wurde. Aber wie hat unser Brudermeister Bernd das formuliert: „Kein Problem für unseren Fähnrich, der hat einfach entschieden, das nochmals auf Sommerzeit gestellt wird und so war der Tag eben ein Stündchen länger.“

Man muss halt flexibel sein, daher geht auch ein Dankeschön an meinen sehr geschätzten Fähnrich Kollegen Dennis Wehrmann und seine Fahnenabordnung, sowie die Musiker des Stendener Trommlercorps, die mit uns zusammen schon angetreten waren und ohne zu murren mitgespielt haben. Danke für eure Kameradschaft!

Zu später Stunde kam es dann zur Wende oder besser zu vielen „Wendungen“. Selber Profi Musiker und DJ, König Toni I führte höchstpersönlich eine fast alle Gäste umfassende Polonäse zum Ballermann Hit von Michael Wendler „Um 180 Grad“ durchs Zelt.
frcZuvor hatte er angeordnet, wann immer es hieß „um 180 Grad“ auf der Stelle zu wenden und in die entgegengesetzte Richtung zu marschieren. Ein Spaß für die ganze Familie! Als sich die Corona in einer Schnecke nahezu festgelaufen hatte, befürchtete man schon die ersten verletzten, aber zum Glück hieß es im letzten Augenblich wieder „Um 180 Grad!“ und alles löste sich wieder auf... Schwein gehabt! Das war sicher nicht die letzte Polonäse der Voescher denn das machte allen richtig Laune. Auch dieser ereignisreiche Tag, endete erst in den frühen Morgenstunden und war ein krönender Abschluss unter ein wirklich tolles Schützenfest mit vielen tollen Momenten, das sicher allen, aber besonders dem Königshaus – ein Leben lang in Erinnerung bleiben wird.

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